Das neue Album von Depeche Mode: Eine Hymne der Erinnerung

Depeche Mode ist zurück im Rampenlicht. Nach dem tragischen Tod von Keyboarder Andrew Fletcher machen Dave Gahan und Martin Gore als Duo weiter. Auf ihrer Pressekonferenz im Berliner Ensemble enthüllten sie ihre Pläne für ihr neues Album „Memento Mori“, das im Jahr 2023 erscheinen wird.

„Memento Mori“-Tour mit fünf Konzerten in Deutschland

Das Album „Memento Mori“ wird Ende März 2023 veröffentlicht. Die dazugehörige Tour startet im selben Monat in Nordamerika und setzt sich dann in Europa fort. Insgesamt sind 42 Shows in 41 Städten geplant, darunter auch fünf Konzerte in Deutschland. Bei der Tour werden Gahan und Gore von Keyboarder Peter Gordeno und Schlagzeuger Christian Eigner begleitet, die sie auch bei den vorherigen Tourneen unterstützten. Der Ticketverkauf beginnt am 7. Oktober.

„Memento Mori“: Ein Zusammenspiel von treibenden Beats und warmen Klängen

Die Songs für das Album sind bereits aufgenommen und müssen nur noch gemischt werden. In ihrem Livestream auf Facebook zeigten Depeche Mode bereits einen Teaser aus dem neuen Album, in dem treibende Beats auf warme Synthie- und Gitarrenklänge treffen.

Der lateinische Albumtitel „Memento Mori“ bedeutet übersetzt „Bedenke, dass du sterben wirst“ und stand bereits vor dem Tod von Andrew Fletcher fest. Der Ausdruck entstammt einem Ritual im antiken Rom, bei dem ein Sklave einem siegreichen Feldherren hinterherlief und ihn an seine eigene Endlichkeit erinnerte. Gitarrist Martin Gore erklärte, dass der Begriff „Memento Mori“ ihm bis vor etwa 1,5 Jahren unbekannt war, aber dass er Sinn für die Songs ergab. Er betrachtet ihn positiv als Aufforderung, das Beste aus der Zeit auf der Erde zu machen.

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Depeche Mode: Ein neues Kapitel ohne Andrew Fletcher

Die Stimmung war gedrückt, als der Tod von Andrew Fletcher zur Sprache kam. Die beiden verbliebenen Bandmitglieder, Gahan und Gore, vermieden aus offensichtlichen Gründen eine ausführliche Diskussion zu diesem Thema. Auf der Pressekonferenz erwähnte Gahan jedoch, dass er Fletcher während der Aufnahmen für das Album vermisste.

Das neue Album wird zeigen, welche neuen Wege Depeche Mode als Duo einschlagen. Die Aufnahmen fanden erstmals bei Martin Gore zu Hause in Santa Barbara statt. Auf die Frage, ob sie jemals ein „Unplugged“-Album in Betracht gezogen hätten, antworteten die Musiker mit einem Lächeln: „Wir können den Strom nicht wirklich abschalten. Wir sind eine elektronische Band.“

Höhen und Tiefen einer 42-jährigen Bandgeschichte

Die 42 Jahre lange Bandgeschichte von Depeche Mode hatte ihre Höhen und Tiefen. Von ihrem Aufstieg als Synthiepop-Band in den 80er-Jahren bis hin zur Transformation zu einer stadionfüllenden Rockband – die Band hat viel durchgemacht. Es gab auch einige Probleme, wie beispielsweise Dave Gahans Kampf mit Drogenabhängigkeit in den 90er-Jahren. Trotzdem halten sie bis heute zusammen und haben immer wieder neue musikalische Wege eingeschlagen.

Andrew Fletchers Vermächtnis

Ohne Andrew Fletchers Vermittlungsgeschick hätte die Band wahrscheinlich nicht überlebt. Als Trio machte Depeche Mode ab 1997 weiter, aber bis Mitte der 2000er Jahre gab es immer wieder Streitigkeiten. Bei ihrer letzten Tour zum Album „Spirit“ wirkten die drei Musiker jedoch glücklich und in guter Stimmung.

Berlin: Die heimliche Depeche Mode-Hauptzentrale

Berlin hat eine besondere Bedeutung für Depeche Mode. Hier haben sie Alben wie „Black Celebration“ aufgenommen und Hits wie „Everything Counts“ produziert. Martin Gore hat sogar eine Zeitlang in Berlin gelebt. Als Fans von David Bowie haben sie gerne in den Hansa Studios in Berlin gearbeitet. Berlin war der Ort, an dem sich Gahan, Gore, Fletcher und Wilder zu einer coolen Band zusammengefunden haben.

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Eine kurze Pressekonferenz mit Dave Gahan und Martin Gore

Die Pressekonferenz im Berliner Ensemble war kurz, aber sie bot den Fans einen Einblick in die Entstehung des neuen Albums. Gore und Gahan erzählten, dass sie trotz der Pandemie früh mit der Arbeit am Album begonnen haben. Die Songs wurden größtenteils in Gores Heimstudio in Kalifornien aufgenommen. Nun geht es nach New York, um den letzten Feinschliff vorzunehmen.

Auf Tour mit Peter Gordeno und Christian Eigner

Bei der „Memento Mori“-Tour werden Gahan und Gore von Keyboarder Peter Gordeno und Schlagzeuger Christian Eigner begleitet. Die beiden waren auch bei den vorherigen Tourneen Teil der Band. Obwohl Fletcher geistig immer noch bei ihnen ist, wird es keinen Ersatz für ihn geben.

Mit Informationen von Matthes Köppinghoff.

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