Die Geschichte des Minirocks: Ein revolutionäres Kleidungsstück

Jeder kennt den Minirock, aber wissen Sie auch, wie er entstanden ist und welche Auswirkungen er hatte? Lassen Sie uns in die faszinierende Geschichte dieses revolutionären Kleidungsstücks eintauchen.

Mary Quant: Die visionäre Designerin

Die Geschichte des Minirocks beginnt mit einer außergewöhnlichen Frau namens Mary Quant. Als sie in den 1960er Jahren das Modebild prägte, veränderte sie die Art und Weise, wie Frauen sich kleideten, grundlegend.

Eine Boutique in Chelsea

Mary Quant eröffnete gemeinsam mit ihrem Ehemann eine kleine Boutique mit dem Namen „Bazaar“ im Londoner Arbeiterviertel Chelsea. Dort entwarf sie selbst Kleidungsstücke, die zu niedrigen Preisen angeboten wurden. Dank ihrer innovativen Ideen und bezahlbaren Preisen erlangte sie schnell Beliebtheit bei jungen Kundinnen, darunter auch viele Künstlerinnen, die in das aufstrebende Viertel zogen.

Der Aufstieg des Minirocks

Nachdem Damenröcke in den späten 1950er Jahren allmählich kürzer geworden waren, präsentierte Mary Quant zu Beginn der 1960er Jahre den berühmten Minirock, der mindestens zehn Zentimeter über dem Knie endete. Damit setzte sie einen neuen Trend und brachte eine Revolution in die Modewelt.

Twiggy und der Minirock-Hype

Der Minirock von Mary Quant eroberte schnell die Modewelt. In der internationalen Modezeitschrift „Vogue“ wurde der Minirock erstmals 1962 vorgestellt. Wenig später lief das ikonische Model Lesley Hornby, besser bekannt als „Twiggy“, in Minikleidern über die Laufstege. Die Beinfreiheit des Minirocks traf den Nerv der Zeit und symbolisierte ein neues weibliches Selbstbewusstsein.

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Die Kontroverse um den Minirock

Natürlich gab es auch Kritik und Kontroversen rund um den Minirock. Während er von vielen als Ausdruck des neuen Zeitgeistes gefeiert wurde, betrachteten ihn einige als skandalös. Sogar Schulen in Großbritannien und den USA erließen genaue Vorschriften über die Länge der Röcke.

In Deutschland beschäftigten sich Arbeitsgerichte mit der Frage, ob Miniröcke am Arbeitsplatz erlaubt sind oder nicht. Trotz aller Widerstände konnte sich der Minirock jedoch nicht aufhalten lassen und avancierte weiterhin zum Symbol der „Swinging Sixties“.

Mary Quant: Einfluss und Anerkennung

Mary Quant erhielt 1966 für ihre Verdienste im Bereich Mode und ihren Beitrag zur britischen Außenhandelsbilanz den Order of the British Empire von Königin Elisabeth II. Natürlich erschien sie zu dieser feierlichen Zeremonie im Minirock.

Darüber hinaus verhalf sie mit dem Minirock indirekt auch der Feinstrumpfhose zum Durchbruch. Vorher hielten Nylons und Strumpfhalter die Beine der Frauen in Schwung. Doch der Minirock machte es schwer, beides zu kombinieren, und so setzte sich die Feinstrumpfhose immer mehr durch.

Das Ende einer Ära und der Beginn neuer Trends

Zu Beginn der 1970er Jahre begann der Minirock allmählich an Popularität zu verlieren. Designer wie Yves Saint Laurent und das Modehaus Christian Dior brachten neue Trends auf den Markt und machten den Minirock gesellschaftsfähig. Gleichzeitig begannen junge Frauen, ihre Büstenhalter zu verbrennen und Bikinis am Strand ohne Oberteile zu tragen.

Mary Quant selbst erkannte die Entwicklung, die sie selbst angestoßen hatte, kritisch. Sie erweiterte ihr Angebot auf Kosmetikartikel und Bettwäsche und eröffnete weltweit neue Läden. Mit ihrem außergewöhnlichen Beitrag zur Modegeschichte bleibt sie jedoch unvergessen.

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