Winterkleidung für Kinder: Warum Wolle und Walk die beste Wahl sind

Wer möchte schon, dass sein Kind in chemisch behandelten Kleidungsfasern aus Erdöl den Winter übersteht? Zum Glück gibt es noch natürliche Materialien wie Wolle und Walk, die nicht nur schön warmhalten, sondern auch umweltfreundlich sind. In diesem Artikel erfährst du, wie du dein Kind richtig in Wolle und Walk kleidest, ohne dass es friert.

Das Zwiebelprinzip: Wärmende Schichten aus Wolle

Kleidung aus Walk mag auf den ersten Blick dünn erscheinen, aber in Kombination mit mehreren Lagen Wollkleidung darunter hält sie Temperaturen bis zu minus 15 Grad stand. Das Zwiebelprinzip funktioniert hier besonders gut. Zwischen den einzelnen Schichten bildet sich ein Luftpolster, das die Wärme am Körper hält. Beginne mit Unterwäsche aus Baumwolle oder Wolle/Seide, je nach Temperatur. Über die Unterwäsche können ein Wollpulli und eine Strickjacke getragen werden. Darüber ziehst du den Walkoverall oder eine Walkjacke und Walkhose. Eine Schalmütze und wollgefütterte Lederstiefel halten den Kopf und die Füße warm. Fäustlinge und eine Weste sind bei Bedarf weitere Optionen.

Wolle und empfindliche Haut

Menschen mit empfindlicher Haut oder Neurodermitis haben oft Bedenken bei Wolle. Es gibt jedoch verschiedene Strategien, um trotzdem Wolle tragen zu können. Es ist wichtig, die richtige Art von Wolle zu wählen, zum Beispiel Merino-Schurwolle, Alpakawolle oder Kaschmir, die weniger kratzt als normale Wollschafwolle.

Verschiedene Arten von Wolle

Es gibt verschiedene Arten von Wolle und Verarbeitungsweisen. Die gängigste ist Schurwolle, gefolgt von Merino-Schurwolle, die weicher ist. Für gestrickte Kleidungsstücke eignet sich Strickwolle, während Wolle/Seide vor allem in Unterwäsche und Shirts verwendet wird. Wollwalk ist ein besonders dichtes Material, das aus gestrickter Wolle entsteht. Wollfleece ist kuschliger als Wollwalk, aber weniger robust. Wollfrottee ist perfekt für Schlafanzüge und Strumpfhosen, während Wolljersey wärmer als gewöhnlicher Jersey ist.

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Was tun bei Regen und Matsch?

Normale Feuchtigkeit und sogar Schnee machen Wollwalk-Kleidung nichts aus. Bei starkem Regen oder wenn das Kind gerne in Pfützen springt, kann eine dünne Regenjacke oder Matschhose übergezogen werden. In der Regel reicht jedoch die wasserabweisende Eigenschaft von Wolle aus.

Wie man Wollsachen richtig wäscht

Wollsachen müssen nicht so oft gewaschen werden, da sie selbstreinigend sind. Handwäsche in maximal handwarmem Wasser mit Wollshampoo ist die beste Methode. Flecken lassen sich am besten mit Gallseife entfernen. Wollsachen sollten nicht ausgewrungen werden und in Form gezogen trocknen. Bei Bedarf kann eine Lanolin-Kur die Fasern wieder schützen. Lavendel und Zedernholz schützen vor Mottenbefall.

Vorurteile gegenüber Wolle

Es gibt Vorurteile gegenüber Wolle, die dazu führen, dass viele Eltern auf synthetische Fasern zurückgreifen. Allerdings sind diese Vorurteile oft unbegründet. Ja, Wolle kann teurer sein als andere Materialien, aber es lohnt sich, in hochwertige Stücke zu investieren. Wolle kratzt nicht zwangsläufig, es kommt auf die Art der Wolle an. Allergiker sollten auf Schafwolle verzichten, aber es gibt auch andere Wollarten, die besser verträglich sind. Wolle ist zwar nicht wasserdicht, aber sie hält Wasser ab und wärmt weiterhin. Und ja, Walksachen können öko aussehen, aber heutzutage gibt es viele schöne und modische Designs.

Probier es aus!

Wenn du noch keine Erfahrungen mit Wolle und Walk gemacht hast, probiere es einfach aus. Du wirst feststellen, dass diese Materialien nicht nur warm und umweltfreundlich sind, sondern auch viele Vorteile bieten. Teile gerne deine Erfahrungen und Tipps zum Thema Wolle und Walk in den Kommentaren.

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