Der perfekte Geburts-Look: Was tragen bei der Geburt?

Ein schönes Plus einer Hausgeburt ist die Tatsache, dass man das Haus für die Geburt nicht verlassen muss. Man kann also tragen, was der Kleiderschrank hergibt. Man kann sogar nackt sein, wenn man das möchte. Immerhin sehen einen nur der Partner und die vertraute Hebamme. Aber die meisten Babys werden in Krankenhäusern oder Geburtshäusern geboren, was bedeutet, dass die werdenden Mütter für die Geburt an diesen Ort gehen müssen. Wenn die Geburt so schnell verläuft, dass das Baby fast im Auto geboren wird, ist es der Gebärenden wahrscheinlich egal, was sie gerade trägt oder wie sie aussieht. Manchmal kann man jedoch an den Kleidungskombinationen erkennen, dass eine Frau von der Geburt überrascht wurde.

Aber in den meisten Fällen haben die Eltern genug Zeit, um ruhig zu ihrem gewünschten Geburtsort zu fahren. Wenn die Wehen mit einem Blasensprung beginnen, hat man also genügend Zeit, über das Outfit nachzudenken. Der Geburts-Look sollte jedoch immer um ein paar Handtücher für den Schutz des Autos ergänzt werden. Aber auch wenn die Wehen bereits eingesetzt haben, gehen werdende Eltern tendenziell frühzeitig in den Kreißsaal. Manche Gebärende sehen wirklich gut gestylt aus. Als Hebamme, die möglicherweise bereits einen zwölfstündigen Dienst hinter sich hat, fühlt man sich da manchmal ziemlich alt in seinem grünen Krankenhauskasack. Aber was ist nun wirklich das Richtige für die Geburt?

Es ist wichtig, dass sich die Frau in ihrem „Gebärgewand“ wohl fühlt und sich frei bewegen kann. Die Kleidung sollte nicht drücken oder einengen. Sie muss nicht besonders warm sein, da die Geburt an sich eine anstrengende körperliche Leistung ist und einem von alleine warm wird. Außerdem sind die Geburtsräume für das Baby vorgeheizt. Für die erste Phase der Geburt, in der es längere Pausen zwischen den Wehen gibt, ist eine lange, weite Strickjacke praktisch. Man kann sich darin einkuscheln oder sie schnell ausziehen. Natürlich spielen auch die Jahreszeit und die Außentemperaturen eine Rolle. Natürliche und atmungsaktive Materialien sind angenehmer als synthetische Fasern.

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In der Endphase der Geburt bevorzugen viele Frauen die Option „ganz ohne“. Ein längeres T-Shirt oder Hemd, das den Rücken bedeckt, ist hier empfehlenswert. Im Krankenhaus kann es immer wieder zu Begegnungen mit „neuen Leuten“ kommen, zum Beispiel wenn die Hebamme Schichtwechsel hat oder ein Arzt hinzugezogen wird. Den Geburtshelfern ist es egal, was die Frau trägt, aber die meisten Frauen fühlen sich etwas bedeckt einfach wohler. Das Krankenhaus bietet auf Wunsch ein „klinikeigenes Outfit“ an, das aus einem Hemdchen besteht, das hinten komplett offen ist. Es wird nur am Hals mit einem Band oder Druckknöpfen verschlossen.

Manche Hebammen bieten der Gebärenden zwei solcher Hemdchen an, damit auch der Rücken bedeckt ist. Krankenhaushemden sind eine Notlösung, aber die eigene Kleidung trägt dazu bei, dass man sich wohlfühlt – eine wichtige Voraussetzung für den Geburtsverlauf. Da bei einer längeren Geburt oft Kleidung durchnässt ist, ist es sinnvoll, mehrere Kleidungsstücke dabei zu haben. Auch bei einem Blasensprung kann Kleidung schnell durchnässt werden.

Auch die werdenden Väter sollten etwas Leichtes zum Anziehen dabei haben. Manche Männer kommen direkt vom Büro in einem Anzug zur Geburt. Das ist zu warm, zu unbequem und zu schade, wenn später Fruchtwasser und Käseschmiere darauf landen. Dem Baby ist es natürlich egal, was seine Mutter bei und nach der Geburt trägt. Hauptsache, es bekommt direkten Hautkontakt und freien Zugang zur Milchquelle nach der Geburt. Wenn man also nicht immer mit freiem Bauch beim Bonding und Stillen in den ersten Wochen herumlaufen möchte, sind weit aufknöpfbare Oberteile empfehlenswert.

Wenn eine Wassergeburt geplant ist oder man einfach längere Zeit in der Badewanne verbringen möchte, ist es für manche Frauen angenehmer, einen Bikini oder ein Bikinioberteil zu tragen. Alternativ kann auch ein Mulltuch auf den Brustbereich gelegt werden, wenn man sich sonst „zu nackt“ fühlt. Es ist wichtig, dass jede Frau ihre Geburtsumgebung nach ihrem eigenen Empfinden gestalten kann. Wenn der Partner plant, mit in die Gebärwanne zu steigen, sollte er unbedingt eine Badehose dabei haben.

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Für manche Frauen ist es hilfreich, wenn der Partner in der Wanne direkt halt gibt, während es für andere zu viel ist. Erst unter der Geburt kann man wirklich sagen, was passt. Nach dem Verlassen der Wanne ist ein Bademantel angenehmer als das Abtrocknen mit den oft zu kleinen Klinikhandtüchern. Außerdem leitet er die Zeit danach ein, in der viel Ruhe und Entspannung im Vordergrund stehen.

Warme Füße und ein sicherer Stand sind wichtig für einen entspannten Geburtsverlauf. Deshalb gehören warme, rutschfeste Socken unbedingt in die Krankenhaustasche. Auch hier ist es ratsam, ein paar mehr Paare dabei zu haben, falls zum Beispiel Fruchtwasser in Richtung Füße läuft. Es kommt selten vor, aber manchmal kommen Frauen tatsächlich noch mit High Heels in den Kreißsaal. Für die Geburt sind warme Socken oder bequeme Schuhe definitiv besser geeignet. Ein sicherer Stand und warme Füße sind nämlich wichtige Voraussetzungen für die Geburtsarbeit.

Für die Haare wird eine sportliche Frisur empfohlen, also vergiss nicht das Haargummi. Bleibt nur noch die Frage nach dem Make-up. Auch hier gilt: weniger ist mehr. Zu viel Grundierung und Lippenstift verhindern, dass die Hebamme den Zustand anhand der Gesichtsfarbe beurteilen kann. Man sollte jedoch vorsichtig sein mit zu viel Mascara. Selbst wasserfeste Mascara hält oft nicht der Mischung aus Schweiß, Badewasser und Freudentränen stand – und so sehen viele Frauen auf ihren ersten Fotos mit dem Baby ein bisschen wie Pandas aus.

Wenn einem vor dem Aufbruch in den Kreißsaal all diese Dinge völlig egal sind, ist das meist ein Anzeichen dafür, dass die Geburt bereits gut voranschreitet. Die Frage „Was ziehe ich zur Geburt an?“ stellen sich schwangere Frauen meist nur im Voraus. Während der Wehen wird die Outfit-Frage wie viele andere Dinge meist ziemlich unwichtig.

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Quelle: Titi And The German Kid