Der perfekte Style für dein Baby bei sommerlichen Temperaturen

Luftig im Sommer, mollig warm im Winter – klingt eigentlich ganz einfach, oder? Doch Babys können in den ersten Lebensmonaten ihre Körpertemperatur noch nicht zuverlässig regulieren. Das macht sie empfindlich für eine zu warme oder zu kalte Umgebung. Hier erfährst du, wie du dein Baby bei jeder Temperatur richtig anziehen kannst.

Frühlingszeit: Dein Baby anziehen bei 15 Grad plus

Die Sonne kommt raus und schickt dir erste warme Tage. Morgens bleibt es zwar noch frisch, doch nachmittags sind schon mal Temperaturen von 15 bis 20 Grad angesagt. Was du beim Anziehen deines Babys jetzt beachten solltest:

  • Für unterwegs bewährt sich ein Outfit aus mehreren dünnen Kleider-Schichten (der Zwiebellook). So kannst du deinem Baby schnell mal etwas an- oder ausziehen, wenn die Temperaturen schwanken.
  • Als erste Schicht bietet sich ein Kurzarmbody und eine Strumpfhose an. Die zweite Schicht besteht aus einem Langarm-Shirt plus Stoffhose und gegebenenfalls Socken. Als letzte Schicht kannst du einen Overall aus Wolle oder Fleece überziehen.
  • Eine Mütze schützt das Köpfchen vor der Sonne und verhindert, dass dein Baby auskühlt. Ein Halstuch hält den Nackenbereich schön warm und schützt vor kühlem Frühlingswind.

Sommerzeit: Das tragen Sommer-Babys bei 25 Grad plus

Es wird sonnig und heiß! Halte dich mit deinem Schatz im Schatten auf und schütze ihn vor der Sonne. Auch wenn der erste Impuls ist, möglichst wenig Kleidung anzuziehen, braucht dein Baby jetzt luftige Kleidung, die die Haut bedeckt.

  • Leichte Langarmbodys, lange Stoffhosen und leichte Söckchen schützen die zarte Babyhaut vor Sonnenstrahlen. Wichtig sind auch eine Schirmmütze mit Nackenschutz und eine Sonnenbrille.
  • Atmungsaktive, natürliche Stoffe – zum Beispiel Baumwolle oder Leinen – lassen Luft an die Haut.
  • Achte bei der Bademode auf Modelle, die zumindest den Oberkörper ganz bedecken und einen UV-Schutz (mindestens 30, besser 50) bieten.
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Herbstzeit: Trocken und warm trotz Regenwetter

Die Tage werden kürzer und das Wetter stürmischer. Doch auch im Herbst könnt ihr Spaziergänge draußen genießen. Die richtige Babykleidung für graue Wolkentage sieht so aus:

  • Draußen gehst du am besten zum Zwiebellook über. Schicht für Schicht kleidest du deinen Schatz in einen Langarmbody, eine Strumpfhose, leichten Pullover, Hose und Overall (zum Beispiel aus Wollwalk).
  • Für die Babytrage oder den Kinderwagen gibt es Regencapes und Regenüberwürfe. Die sind manchmal in der Grundausstattung mit dabei, lassen sich im Zweifelsfall aber einfach nachkaufen. So bleiben die Kleinen während kurzer Regenschauer schön trocken.
  • Eine warme Mütze, Fäustlinge, Wollsocken und ein Halstuch machen das Outfit komplett und schützen vor kaltem Wind.

Winterzeit: Was du deinem Baby bei unter 9 Grad anziehen solltest

Wenn es draußen klirrend kalt wird, ist es Zeit für dicke Wollsocken, kuschelige Fleece-Kleidung und Schnee-Anzüge. Denn auch Winter-Babys genießen frische Luft, solange sie warm angezogen sind.

  • Ein Langarmbody plus Strampler mit Füßen (oder eine Strumpfhose) sind quasi die Unterwäsche deines Babys. Darüber ziehst du einen Pullover oder ein Langarmshirt mit Jacke. Eine bequeme Pumphose wärmt die Beine.
  • Für draußen ziehst du deinem Mini einen Schneeanzug oder Fleece-Overall über. Eine Wollmütze, Schal (oder Halstuch), dicke Socken und Fäustlinge halten Kopf, Hände und Füße warm.
  • Auch nachts trägt dein Baby nun besser eine Schicht mehr bzw. schlüpft in einen gefütterten Winterschlafsack. So kann es sich auch nicht freistrampeln und auskühlen.

Unsere Temperatur-Tabelle zeigt dir, wie du dein Baby passend zur Außentemperatur anziehen kannst.

Im Sommer schützen lange, luftige Kleidung, Sonnenbrille und Mütze vor der Sonne. Herbst und Frühling stehen ganz im Zeichen des Zwiebellooks. Wir empfehlen dir bei frischen Morgen- oder Abendtemperaturen, eine Schicht mehr – beispielsweise noch einen Overall über das Tagesoutfit – anzuziehen. Bei Bedarf kannst du die Schichten ganz einfach wechseln. Im Winter reicht die Bandbreite von milden zweistelligen Temperaturen bis kaltem Frostwetter. Mollig warm angezogen steht eurem Winter-Spaziergang aber nichts mehr im Wege.

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Denk daran, dass dein Baby im Kinderwagen durch ein kuscheliges Lammfell oder eine Decke zusätzlich gewärmt wird und daher gegebenenfalls eine Schicht weniger anziehen muss. In der Babytrage mit den kleinen Beinchen im Wind bietet sich dagegen ein Extra-Paar kuschelige Socken an, die die kleinen Füße wärmen.

Ganz wichtig: Jedes Baby hat ganz individuelle Wohlfühl-Temperaturen. Vielleicht hast du eine kleine Frostbeule zuhause, die besonders warm eingepackt werden möchte. Oder ein Schwitzbaby, dem schnell zu warm wird (und das auch lautstark mitteilt). Wir können dir also nur eine Orientierungshilfe geben, die du auf dein Baby anpassen solltest.

5 praktische Tricks, wie du dein Baby stressfrei an- und umziehst

„WAS zieh ich an“ ist die eine Sache. Das „WIE“ kann aber genauso nerven, denn die Kleinsten der Familie machen lautstark klar, was sie gar nicht mögen. Zum Beispiel enge Halsausschnitte über den Kopf gezogen bekommen. Diese Tricks haben sich in meinem Alltag absolut bewährt:

  1. Der Pullover-Trick: Kremple den Pullover ganz normal auf und lege ihn auf den Wickeltisch. Große Öffnung oben, Kragenöffnung unten. Lege dann den Hinterkopf deines Babys genau in die Öffnung ab, zieh den Kragen weit auseinander und – schwupps – über Stirn und Gesicht. Funktioniert natürlich auch bei Bodys und Shirts.
  2. Der Fön-Trick: Frische Kleidung fühlt sich auf der Haut kühl an. Wenn dein Baby darauf ungehalten reagiert, kannst du den Stoff mit einem Fön kurz anwärmen. Wer ein bisschen mehr Zeit hat, legt die Kleidung einfach auf der Heizung ab.
  3. Der Ärmel-Trick: Greife von außen in den Ärmel und kremple ihn leicht auf. Fasse so die Hand deines Babys und zieh sie vorsichtig durch den Ärmel. Dein Baby drückt den Arm fest an den Oberkörper? Dann versuche, den Arm sanft kreisen zu lassen. Die leichte Drehbewegung löst die Anspannung.
  4. Der Wickel-Trick: Wickelbodys und Wickelshirts sind bei absoluten Überzieh-Verweigerern die Rettung. Und lassen sich leichter wechseln, wenn die Windel ausgelaufen ist. Ziehe einen Ärmel über, drehe dein Baby zur Seite (stütze dabei den Kopf) und schiebe die Wickelkleidung zurecht. Drehe dein Baby zur anderen Seite und ziehe Stoff und Ärmel hervor. Jetzt kannst du deinen Schatz fertig anziehen.
  5. Der Ablenk-Trick: Egal ob Spieluhr, Babymassage oder Fingerspiele – verbinde das Notwendige mit einer Runde Spaß. Auch die Kleinsten lernen schnell, dass auf dem Wickeltisch spannende Dinge geschehen können und freuen sich über weitere Kuschel- und Spielzeit mit euch.
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Ich liebe Babykleidung und habe etliche zuckersüße Outfits geshoppt, ehe meine Tochter auf der Welt war. Was ich da noch nicht wusste: Minimaus hasste alles, was man ihr über den Kopf ziehen musste und plärrte aus voller Brust, wenn das Ganze (ihr) zu lange dauerte. Darum musste sich meine Basis-Ausstattung komplett ändern: Wickelshirts, Wickelbodys und bequeme Pumphosen mit Umschlag für die Füßchen. Den Großteil aus Baumwolle – bei mindestens 60 °C waschbar. Ihr wisst, warum …

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