Modebewusst und Nachhaltig: Was steckt hinter fairer Mode?

Eine neue Definition von faire Kleidung

Die Welt der Mode hat sich verändert. Es geht nicht mehr nur darum, gut auszusehen und mit den neuesten Trends Schritt zu halten. Immer mehr Menschen legen Wert auf faire Mode – Kleidung, die nicht nur gut aussieht, sondern auch unter fairen Bedingungen hergestellt wird. Doch was genau bedeutet das?

Die Grundprinzipien fairer Mode

Faire Mode bedeutet, dass die Menschen, die sie herstellen, selbstbestimmt arbeiten, grundlegende Rechte haben, von ihrer Arbeit leben können und keinerlei gesundheitliche Schäden davontragen. Geregelte Arbeitszeiten, Rechtssicherheit, die Vermeidung von Kinderarbeit und die Nicht-Diskriminierung aufgrund von Religion, Rasse oder Herkunft sind Grundvoraussetzungen für eine faire Produktion.

Leider ist fair produzierte Kleidung immer noch keine Selbstverständlichkeit. Es gibt jedoch verschiedene Siegel und Zertifikate, die für eine vermeintlich faire Produktion stehen. Doch nicht alle Zertifikate sind seriös und unabhängig. Es ist wichtig, nach transparenten und vertrauenswürdigen Zertifikaten zu suchen.

Seriöse Siegel und Zertifikate

Die Fair Wear Foundation (FWF) ist eine Stiftung, die sich für verbesserte Arbeitsbedingungen in der Textilbranche einsetzt. Unternehmen, die der FWF beitreten, verpflichten sich zur Einhaltung von grundlegenden Richtlinien und lassen ihre Produktionsstätten regelmäßig überprüfen. Die FWF berücksichtigt dabei nicht nur soziale Kriterien, sondern auch Umweltaspekte.

Ein weiteres wichtiges Zertifikat ist der Global Organic Textile Standard (GOTS). Dieser Standard konzentriert sich nicht nur auf die Bio-Qualität der verwendeten Baumwolle, sondern auch auf soziale Kriterien. Die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen wird regelmäßig überprüft.

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Auch das Fairtrade-Siegel gibt es für Baumwolle und den Textilbereich. Es fördert den Anbau von Baumwolle in kleinen und mittelgroßen landwirtschaftlichen Betrieben und garantiert langfristige Lieferverträge, Mindestpreise und eine Fairtrade-Prämie.

Faire Kleidung aus aller Welt

In vielen Textilfabriken weltweit herrschen fragwürdige Arbeitsbedingungen. Internationale Standards sind notwendig, um eine faire und gleichbleibende Qualität der Produktion zu gewährleisten. Anstatt ganze Länder zu boykottieren, sollten wir uns auf die gezielte Förderung von Firmen konzentrieren, die unter fairen Bedingungen produzieren.

Eine Rückkehr der Produktion in westliche Länder allein kann die Probleme der globalen Bekleidungsindustrie nicht lösen. Entwicklungsländer sind Teil einer Lösung, die zu einer allgemeinen Verbesserung der Arbeitsbedingungen führt.

Ökologische Nachhaltigkeit als zusätzlicher Mehrwert

Faire Mode geht über faire Arbeitsbedingungen hinaus. Die Verwendung nachhaltiger und ökologischer Stoffe sowie der Einsatz ungiftiger Farben und Hilfsstoffe bringen weitere Vorteile für die Umwelt und die Trinkwasserqualität in der Umgebung von Baumwollfeldern und Textilfabriken.

Bio-Baumwolle hat eine bessere Ökobilanz als konventionelle Baumwolle. Beim Anbau kommen keine synthetischen Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger zum Einsatz. Zusätzlich werden toxische Schwermetalle und andere schädliche Chemikalien vermieden.

Es gibt auch andere nachhaltige Fasern wie recycelte Materialien, Hanf und Bio-Flachs, die eine bessere Ökobilanz haben als konventionelle Baumwolle oder Polyester.

Faire Mode ist gut, aber öko-faire Mode ist noch besser. Indem wir bewusst fair produzierte und ökologisch nachhaltige Kleidung wählen, tragen wir nicht nur zu einer gerechteren Welt bei, sondern auch zu einer gesünderen Umwelt.

Mehr über faire Mode und wie du deinen Beitrag leisten kannst, findest du auf Titi And The German Kid.