Vegane Mode: Tipps zum Finden tierfreier Kleidung

Viele Menschen entscheiden sich dafür, vegan zu leben und tierische Produkte aus ihrem Alltag auszuschließen – einschließlich Kleidung und Schuhen. Doch welche Materialien sind tatsächlich frei von tierischen Bestandteilen? Hier erfährst du, worauf du bei veganer Mode achten solltest.

Worauf bei veganer Kleidung zu achten ist

Klar ist: Materialien wie Wolle, Seide, Daunen, Pelz oder Leder gehören nicht in vegane Outfits. Stattdessen sind Baumwolle, Viskose, Leinen, Nylon, Polyester sowie Kunstpelz und -leder erlaubt. Um sicherzugehen, empfehlen Experten der Tierrechtsorganisation PETA, die Etiketten genau zu studieren.

Doch aufgepasst: Manchmal werden wichtige Details nicht auf dem Etikett angegeben. Beispielsweise können Applikationen aus Leder enthalten sein oder Farben tierische Stoffe enthalten. Nur der Grundrohstoff wird auf dem Etikett angegeben, weitere Details fehlen oft. Daher ist es ratsam, die Etiketten gründlich zu überprüfen.

Laut PETA sollten tierfreie Produkte normalerweise auch günstiger sein. Allerdings kann man nicht pauschal sagen, dass vegane Mode immer preiswert ist. Qualität spielt auch bei veganen Kleidungsstücken eine wichtige Rolle. Während man bei günstigen Modemarken möglicherweise Kunstlederschuhe für 19,99 Euro kaufen kann, sind diese in der Regel nicht so langlebig. Bei spezialisierten Shops für vegane, faire und ökologische Mode liegt der Fokus nicht nur auf veganen Produkten, sondern auch auf fairer Produktion und Qualität. Daher haben diese Produkte oft einen höheren Preis.

Beliebte vegane Labels

Wer sich für vegane Mode interessiert, sucht oft auch nach fair und ökologisch produzierter Kleidung. Zu den bekanntesten und beliebtesten Marken in Deutschland gehören Jan ’n June, Lovejoi und Armed Angels. International erfreuen sich veganen Sneakers von Veja hoher Beliebtheit, und Shrimps Kunstpelzmäntel sind ein Streetstyle-Hit.

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Auf dem Laufsteg wird der vegane Modetrend von der britischen Designerin Stella McCartney angeführt. Seit 2001 konzentriert sie sich auf ökologische und vegane Designs. Auf ihrer Webseite betont sie, dass keine Ledermaterialien oder exotischen Häute wie Python oder Krokodil in ihren Kollektionen verwendet werden.

Tipps für den Umstieg auf vegane Kleidung

Für den Umstieg auf vegane Mode ist jeder Schritt ein guter Anfang, um umweltfreundlichere Kleidung zu unterstützen. Obwohl Materialien wie Nylon oder Polyester im Prinzip vegan sind, empfiehlt es sich, zunächst den Fokus auf pflanzliche Stoffe wie Baumwolle, Leinen und Viskose zu legen. Kunststoffe sollten eher bei Funktionskleidung bevorzugt werden. Die Vorurteile gegenüber Kunstleder oder Kunststoffen können nicht immer bestätigt werden. Gut verarbeitete Kunstlederschuhe können genauso langlebig sein wie Lederschuhe.

Beim Umstieg auf vegane Kleidung ist es auch empfehlenswert, nicht sofort den gesamten Kleiderschrank auszumisten und alles neu zu kaufen. Es ist nachhaltiger, Lederschuhe, Wollpullover und Seidentops so lange wie möglich zu tragen, bis sie verschlissen sind.

Auch Prominente leben vegan

Nicht nur im Alltag, sondern auch in der Promiwelt entscheiden sich viele für eine vegane Lebensweise. Schauspieler wie Alicia Silverstone, Rooney Mara, Brad Pitt und Musiker wie Moby oder Usher setzen auf eine vegane Ernährung.

Ein Beispiel ist Schauspielerin Anne Hathaway, die während der Dreharbeiten zu ihrem Film „Les Misérables“ nicht nur eine vegane Diät einhielt, sondern auch auf Lederprodukte verzichtete. Sogar die Schuhe, die sie in ihrer Rolle als Fantine trug, wurden speziell aus veganem Leder hergestellt. Allerdings gab Hathaway zwei Jahre später zu, dass ihr bei den Dreharbeiten zu „Interstellar“ die Energie für die körperlich anstrengende Rolle fehlte und sie deshalb zur veganen Lebensweise zurückkehrte.

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Vorsicht vor versteckten tierischen Produkten

Glücklicherweise sind die Materialien auf den Etiketten von Kleidungsstücken größtenteils eindeutig gekennzeichnet. Es gibt jedoch immer wieder kleine Fallstricke, hinter denen sich versteckte tierische Produkte verbergen können, die auf den ersten Blick nicht sofort erkennbar sind. Einige Beispiele sind Knöpfe aus Horn, Knochen oder Perlmutt auf Jeans, Jacken oder Blusen. Hier ist es wichtig, auf entsprechende Hinweise auf den Etiketten zu achten. Auch Federn, Muscheln und Perlen können tierische Bestandteile enthalten.

Mit diesen Tipps wird das Finden tierfreier Kleidung einfacher. Wer nach ethischeren und nachhaltigeren Alternativen sucht, kann somit sicherstellen, dass die Garderobe frei von tierischen Produkten und umweltbewusst ist.

Möchtest du mehr über vegane Mode erfahren? Dann schau doch mal bei Titi And The German Kid vorbei, einer Seite, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt: Titi And The German Kid.